Die Blendenöffnung steuert die Schärfentiefe, aber was kann man unter dem Begriff Tiefenschärfe genau verstehen ? Die Scharfstellung der Motive erfolg in Ebenen. Wenn das Motiv scharf einstellt, dann stellt dieser Bereich eine Einstellungsebene dar. In diesem Bereich haben alle, vom Motiv ausgehenden Lichtstrahlen, ihren Schnittpunkt exakt auf der lichtempfindlichen Oberfläche. Anmerkung: Dieses gilt bei einem herkömmlichen Film für die Filmoberfläche, bei Digitalkameras entspricht dieses der Oberfläche des CCD-Sensors. Man spricht dabei vom Brennpunkt. 
Alle anderen, vom Motiv ausgehen, Lichtstrahlen haben Ihren Brennpunkt vor und hinter der lichtempfindlichen Oberfläche. Alle diese Bereiche werden als unscharf abgebildet. 

Blende 8 Blende 2.8

 Wie arbeiten jetzt Schärfentiefe und Blende zusammen ?  Je kleiner die Blendenöffnung, desto größer wird die Schärfentiefe. Auf die näheren physikalischen Begebenheiten werde ich hier verzichten. Weiterhin sollten man zwei weitere Begebenheiten wissen:

1. Mit zunehmen des Aufnahmeabstand wird auch die Schärfentiefe größer

2. Je näher das Motiv kommt, desto geringer wird die Schärfentiefe.

 Wie steuert man die Schärfentiefe? Generell kann man sich auf eine ganz einfache Regel verlassen: Je kleiner die Blendenöffnung, desto mehr Schärfentiefe entstehen und umgekehrt. 

Tipp: Nutzen Sie die Schärfentiefe um Effekte zur erzielen. Betonen Sie wichtige Elemente Ihres Motivs und drängen Sie unwichtiges in den Bereich der Unschärfe zurück. Nutzen Sie hohe Schärfentiefe bei Detailaufnahmen, wenn Ihnen Bildinformationen wichtig sind. Eine typische Anwendung für Schärfentiefe, die selektiert angewandt wird, ist die Porträtaufnahme. Stellen Sie die Augen in den Brennpunkt. Damit stellen Sie das Gesicht in den Schärfebereich und lösen den Hintergrund in Unschärfe auf.......