Panasonic hat mit dem angekündigten Modell Lumix GH4 seine erste Systemkamera präsentiert, mit der Foto- und Videoprofis gleichermaßen angesprochen werden sollen. Das Modell soll, abgesehen von den Möglichkeiten einer normalen Fotokamera, zusätzlich die Lücke zwischen Consumer- und professionellen Video-Kameras schließen. Um die GH4 auch unter erschwerten Bedingungen einsetzen zu können, besteht das Grundgehäuse der GH4 aus einer Magnesium-Druckguss-Legierung und die Kamera wurde zusätzlich gegen das Eindringen von Spritzwasser und Staub geschützt.

 

Das Herzstück der GH4 ist ein von Panasonic neu entwickelter 16 Megapixel –Live-MOS Sensor, der sich nicht nur durch eine hohe Bildqualität und hohe Empfindlichkeit auszeichnen soll, sondern auch durch seine Reaktionsschnelligkeit.

 

So soll die Signalauslesung gegenüber der GH3 um ca. 50 Prozent schneller sein und somit den Rolling-Shutter-Effekt bei Foto und Videoaufzeichungen mit elektronischem Verschluss vermindern können.

Panasonic Lumix GH4

Neu entwickelt wurde auch der Venus Engine-Bildprozessor. Dessen Leistungspotential soll zusätzlich durch eine neue Quad-Core-CPU gesteigert werden, was neben einer verbesserte Multi-Prozess-NR (Noise Reduction) auch für eine effektivere Rauschunterdrückung unter Erhalt von feinen Kanten und der Detailzeichnung sorgen soll. Auch soll mit der gesteigerten Leistung die Bildqualität durch Verbesserungen bei Empfindlichkeit, Gradation, Auflösung und Farbwiedergabe nochmals verbessert worden sein.

Die Videoaufzeichnung…
Dank der neuen Quad-Core-CPU und der daraus resultierenden Prozessorleistung mit seiner Highspeed-Signalverarbeitung, wird die Videoaufzeichnung im 4KModus überhaupt erst möglich. So wurde die GH4 entwickelt, um die Grenzen zwischen Consumer- und Profi-Videokameras überwinden zu können – so der Hersteller.


Einer der wichtigsten Schritte dabei ist die Integration der 4K-Videoaufzeichnung (Cinema 4K: 4096 x 2160/24 B/s und QFHD 4 K: 3840 x 2160/bis zu 30 B/s) im MOV/MP4-Format. Die LUMIX GH4 ermöglicht auch die Aufnahme von Full HD-Videos mit einer Bitrate von 200 Mbit/s (ALL-Intra) oder 100 Mbit/s (IPB). Benutzer können dabei, je nach Bedarf, zwischen den Formaten MOV, MP4, AVCHD Progressive und AVCHD sowie einer Vielzahl von Bildraten wählen können. Im MP4/MOV-Format soll der Ton in hoher Linear Pulse Code Modulation-Klangqualität aufgezeichnet werden. Für den globalen Einsatz können professionelle Anwender zwischen den Systemfrequenzen 59,94Hz (23.98Hz)/50.00Hz/24.00Hz flexibel wählen.


Um Herr über die Datenmengen werden zu können, soll die GH4 in Echtzeit während der Aufnahme Bilder mit 4:2:2/8-Bit-Abtastung über ein optionales micro-HDMI-Kabel an einen externen Monitor oder eine externe Festplatte übertragen können.


Die Kontrolle über Videos und Fotos:
Der neue, hochauflösende und schnelle elektronische OLED-Sucher für die Live-View-Bildkontrolle deckt 100% des Sucherbildes im 16:9-Format ab, verfügt über 2.359.000 Bildpunkte und einen hohen Kontrast von 10.000:1.
Für Freihandaufnahmen oder Aufnahmen aus anderen Perspektiven kann man den 7,5cm (3 Zoll)-OLED-Monitor mit 100 Prozent-Bildfeld im 3:2-Format und einer Auflösung von 1.036.000 Bildpunkten nutzen. Dieser lässt sich zusätzlich um 180° ausklappen und um 270° drehen.
Die Umschaltung zwischen elektronischem Sucher und rückseitigem Touchscreen-OLED-Monitor erfolgt automatisch über einen Augensensor, dessen Empfindlichkeit variabel und abschaltbar sein soll.

Drahtlose Kommunikation:
Wie üblich, setzt auch Panasonic mit der GH4 konsequent auf drahtlose Kommunikation und hat die Systemkamera mit einem integrierten WiFi-Modul samt NFC-Technologie ausgestattet, die so flexible Anschlussmöglichkeiten und Bildübertragungen ermöglichen sollen. Mit der Panasonic „Image App“ soll die Bildkontrolle und Fernbedienung bei Foto- und Videoaufnahmen mit iOS- und Android-Smartphones und Tablets möglich sein, wie etwa das Auslösen, Zoomen, Fokussieren und die Einstellungen von Verschlusszeit, Blende, Belichtungskorrektur, sowie das Betrachten und Teilen von Bildern.
Auch Geo-Tags vom Smartphone sollen sich nach der Aufnahme in der Bilddatei speichern lassen. Bei Smartphones und Tablets ohne NFC-Funktion soll ein spezieller QR-Code auf dem Kamera-Monitor die Verbindung durch ein einfaches Abscannen erleichten.


Verfügbarkeit und Preis der GH4:
Zum Zeitpunkt der Ankündigung standen die unverbindliche Preisempfehlung und das Datum der Markteinführung noch nicht fest.

 

Zum Datenblatt der Lumix GH4