Abbildung zeigt die Canon DSLM EOS R3Nachdem Canon in den vergangenen Wochen häppchenweise News zu dieser Kamera gestreut hat, um die Fotocommunity auf die neue EOS R3 neugierig zu machen, hat Canon die EOS R3 jetzt offiziell vorgestellt.

Nach den Ankündigungen und nebulösen Verschleierungen der vergangenen Wochen hat Canon nun offiziell alle Details und das finale Design kommuniziert. Wer jetzt ein Modell mit absoluten High-End-Spezifikationen und eine Überlegenheit zum Konkurrenzmodell Nikon Z7 II erwartet hat, der wird sicherlich anfänglich enttäuscht sein. Aber, wie so oft, die Stärken der EOS R3 stecken klar in so manchen Details und Verbesserungen.

Von Ergebnis her definiert der Hersteller die neue EOS R3 als ein „absolutes Kraftpaket für die Sport-, Action- und Reportagefotografie mit unschlagbarer Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit“.

Dieses fängt mit einem neu entwickelten Herzstück an, den Bildsensor. Der neue 24,1 Megapixel CMOS-Sensor nutzt die Back-illuminated Stacked-Technologie, was zu blitzschnellen Aufnahmen bei einer verbesserten Reaktionszeit führen soll. So soll der leistungsstarke Sensor den Rolling-Shutter-Effekt fast vollständig eliminieren und jetzt Verschlusszeiten von 30 Sekunden bis zu 1/64.000 Sekunde bieten. Diese kurzen Verschlusszeiten sind ideal, um gerade in der Sportfotografie den Moment effektiv im Bild einfrieren zu können. Der elektronische Verschluss soll dabei Aufnahmen im RAW-Format mit voller AE- und AF-Nachführung und bis zu 30 Bildern pro Sekunde ermöglichen.

Aber nicht nur schnell bei Serienbildaufnahmen ist die neue EOS R3 sondern auch bei der Fokussierung. Mit einer Fokussierungszeit von nur 0,03 Sekunden (Angabe Canon) eignet sich die Kamera  optimal  für unvorhersehbare Action bei Sport und Reportage.

Die EOS R3 ist mit dem Dual Pixel CMOS AF II ausgestattet, der auf verbesserten Deep-Learning Algorithmen setzen soll. Die AF-Nachführung soll damit Köpfe, Augen, Körper und Gesichter von Menschen und Tieren bei der Aufnahme von Fotos und Videos erkennen können. Zudem soll die EOS R3 ein zuverlässiges Fokussieren bei Lichtverhältnissen von bis zu -7,5 LW ermöglichen. Ein kamerainterner 5-achsige Bildstabilisator soll mit dem optischen Bildstabilisator ausgewählter RF Objektive kombiniert werden können und dann eine Kompensation von bis zu acht Belichtungsstufen bieten.

Natürlich unterstützt die EOS R3 auch Videographen bei Ihrer Arbeit. So werden dann 6K 60p RAW-Videos in voller Breite des Kamerasensors aufgenommen, die dann  intern auf einer CFexpress-Karte gespeichert werden.

Damit die Bilddaten bei Reportagen auch schnell verschickt werden können, verfügt die EOS R3 über viele Kommunikationsschnittstellen. Neben einer mobilen Konnektivität über Bluetooth Version 5.0 und einer 5 GHz WLAN Schnittstelle, kann man die Aufnahmen auch über die integrierte High-Speed-Gigabit-Ethernet-Verbindung verschicken.

Die EOS R3 soll  voraussichtlich ab November 2021 zu einem UVP von 5.999,- Euro (nur Body) erhältlich sein.

 

Zum Datenblatt der EO R3