Abbildung zeigt das Cover vom Bildband Verlassene Orte HessenDas Fotografieren von verlassenen Orten - den Lost Places - hat in der vergangenen Zeit nicht nur einen großen Hype erfahren, der Wunsch zur Erkundung verlassener Orte ist ungebrochen groß und wächst weiterhin. Urbexer, für alle die es noch nicht wissen, das bedeutet „Urban Explorer“. Also ein Aufbruch in die private Erkundung von verlassenen Einrichtungen, Gebäuden, alter Industrieruinen, Katakomben, Dächern oder anderer Räumlichkeiten. Das Ziel des Urbexers ist die fotografische Dokumentation und für viele auch noch die historische Erkundung der besuchten Orte.

Im Sutton Verlag ist jetzt brandneu der Bildband " Verlassene Orte Hessen" erschienen. Auf rund 160 Seiten stellt der Autor und leidenschaftliche Fotograf Markus Zobel in seinem Bildband 21 (!) verlassene Orte in Hessen vor. Dabei geht es um spannende Fotodokumentationen von aufgegeben Orten, die die Faszination des Verfalls zwischen Kassel und Eschborn aufzeigen.

So dokumentiert Markus Zobel unter anderem einen bereits vor langer Zeit stillgelegten Galvanikbetrieb, einen ehemaligen Militärflughafen, ein altes Schloss oder eine längst geschlossene Rehaklinik.

Auch wenn die Anzahl der dokumentierenden Fotos eines jeden verlassenen Ortes meistens auf wenige beschränkt sind, so sind diese mit viel Liebe zum Detail gemacht worden und dank ihrer besonderen Intensität fangen diese Aufnahmen die Spuren der vergangenen Jahrzehnte eindrucksvoll ein und lassen einen gedanklich fast an dem Treiben der einstigen Schauplätze von Arbeit und Alltag teilhaben.

Das Buch ist sogar so aktuell, dass der Autor bei möglichen Touren auf die Corona Situation hinweist, die einen Besuch von manchen Orten vielleicht verhindern könnten. Also, so lautet sein Ratschlag, vor Reiseantritt sollte bezüglich der Zugänglichkeit immer gut recherchiert werden. Viele der dokumentierten Lost Places in Hessen wurden sogar erst vor wenigen Jahren aufgegeben, es ist also spannend, wie schnell der Zahn der Zeit sich verlassene Orte zurück erobert. Übrigens sollte bei der Planung immer noch bedacht werden,  dass der Zugang nicht immer erlaubt ist und man sich vielleicht vorher eine mögliche Erlaubnis einholen sollte.

Wie es sich für einen guten Urbexer gehört, so hat sich Markus Zobel viel Mühe gegeben, damit möglichst viele Informationen zu  jeder Location den Lesern zugänglich gemacht werden. Er nennt außerdem immer einen Ort und ein Bauwerk, mehr aber nicht. Und wer da auch mal hin will, der muss halt ein wenig recherchieren.

Da auch in Hessen viele Lost Places immer mehr Opfer von sinnlosen Vandalismus geworden sind und weiterhin leider immer noch sind, hier noch einmal abschließend der Hinweis an alle Besucher von Lost Places, den es bitte einzuhalten gilt: „Lost Place Fotografen hinterlassen nichts außer ihren eigenen Fußspuren, nehmen nichts mit und zerstören nichts!“

Wer sich jetzt auf diese Entdeckertour in Hessen begeben will, der kann den Bildband "Verlassene Orte Hessen" direkt hier bei Amazon bestellen (Anmerkung:Das bei Amazon gezeigt Cover ist leider ein anderes)