Abbildung zeigt die spiegellose Box-Style-Cinema Panasonic Lumix BGH1Mit der Lumix BGH1 präsentiert Panasonic seine erste kompakte, spiegellose Box-Style-Kamera mit dem Micro FourThirds-System. Der fotografierende und filmende Würfel kann dabei mit seinem Wechselbajonett auf ein umfangreiches Sortiment an Micro FourThirds-Objektiven zurückgreifen.

Mit dieser Kamera verschmilzt der Hersteller jetzt die Technologie seiner professionellen Cine-Kameras, mit Camcordern und der bekannten GH-Serie. Das Ergebnis ist ein Schwerpunkt auf eine Live-Streaming orientierte, auch für professionelle Broadcast-Übertragungen geeignete und für viele weitere Anwendungen orientierte Kamera.

Das die BGH1 mehr auf Live-Streaming und Video ausgelegt ist, das verrät der für die heutige Zeit  relativ gering auflösende 10,2 Megapixel Live MOS Sensor mit Dual Native ISO Technologie. Für die interne Verarbeitung greift Panasonic auf die Venus Engine als Bildprozessor zurück. Um bei abnehmendem Licht auch weiterhin Aufnahmen mit deutlich reduziertem Bildrauschen und mit bis zu ISO 51.200 aufnehmen zu können, kommt die Dual Native ISO Technologie zum Einsatz. Bei der Dual Native ISO Technologie wird der Sensor der LUMIX BGH1 über zwei getrennte Schaltkreise ausgelesen. Damit gibt es zwei verlustfreie native ISO-Empfindlichkeiten, was für ein deutlich reduziertes Bildrauschen sorgen soll.

Die Lumix BGH1 zeichnet intern Videos mit C4K/4K-Auflösung und 4:2:0 10-bit Farbtiefe wahlweise mit 60p oder 50p auf. Sie kann die Videos mit einer Gamma-Kurve aufnehmen, die mit dem ITU-R BT.2100-Standard kompatibel ist. Auch bietet die Kamera zudem Hybrid Log Gamma (HLG) für HDR-Aufnahmen, die dank HEVC/H.265-Codec mit deutlich reduzierter Datenrate gespeichert werden können.

Die LUMIX BGH1 nutzt zudem die Deep-Learning-Technologie und soll so Objekte erkennen können – sowohl Menschen als auch Tiere, die sich sehr schnell bewegen. Speziell für Aufnahmen von Menschen soll diese Technologie eine noch präzisere Schärfeverfolgung in Echtzeit zu ermöglichen. Auch soll es, neben der Augen-, Gesichts- und Körpererkennung, jetzt auch die separate Erfassung eines Kopfes möglich sein. Diese soll der Kamera ermöglichen, dass auch dann die Schärfe von Personen zuverlässig verfolgt werden kann, wenn sich diese schnell bewegen, von der Kamera wegdrehen oder den Kopf neigen beziehungsweise sich weit von der Kamera entfernen. 

Das Gehäuse der Lumix BGH1 wird aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung gefertigt und soll damit gleichermaßen leicht wie robust sein. Dank eines neuen Kühlkonzeptes gibt es keine Längenbegrenzung bei der Videoaufzeichnung. Die Kamera verfügt über zwei SD-Kartenschächte, die sowohl als Backup parallel oder für längere Aufzeichnungen nacheinander beschrieben werden können.

Die Lumix BGH1 soll bereits im November 2020 für 2.046,08 Euro im Handel erhältlich sein.

Zum Datenblatt der Lumix BGH1