Abbildung zeigt die Mittelformatkamera Fujifilm GFX100Bereits auf der Photokina 2018 hatte Fuji eine spiegellose Systemkamera mit einem 100-Megapixel-Mittelformatsensor  und 4K-Videoaufnahme für das Jahr 2019 angekündigt. Jetzt ist es soweit, die spiegellose Systemkamera mit einem hochauflösenden BSI-Sensor mit einer großformatigen Diagonale von 55 mm heißt GFX100.

Herzstück ist der neue Sensor, der speziell für die GFX100 entwickelt wurde und eine effektive Auflösung von 102 Megapixeln bietet.

Dieser misst 55 Millimeter in der Diagonale (43,8 × 32,9 mm). Der Sensor wird rückwärtig belichtet (Back Side Illuminated) und dank dieser Technologie kann die Oberfläche des Sensors mehr Licht aufnehmen, was das Rauschverhalten trotz der hohen Pixelanzahl positiv beeinflussen soll. In Kombination mit dem X-Prozessor 4 soll eine überragende Bildqualität erreicht werden, was die Kamera kompromisslos auf die professionelle Fotografie ausrichtet.

Für eine schnelle Fokussierung verfügt der Sensor über 3,76 Millionen Phasendetektions-Pixel, die nahezu über die gesamte Sensorfläche verteilt sind. Diese sollen unabhängig von der Position des Hauptmotivs im Bild eine schnelle und präzise Fokussierung ermöglichen. Laut Aussage des Herstellers soll der Autofokus im Vergleich zu vorherigen Modellen der GFX Serie seine  Autofokus-Geschwindigkeit verdoppelt haben.

Neu ist das in das Gehäuse integrierte sensorbasierte 5-Achsen-Bildstabilisierungssystem (IBIS), das eine bis zu 5,5 EV-Stufen längere Verschlusszeiten erlauben soll. Dieses wurde speziell für den 102 Megapixel-Sensor entwickelt. Um zusätzlich Vibrationen die beim Auslösen entstehen effektiv verhindern, wurde die Verschlusseinheit federnd gelagert.

Natürlich kommt in der heutigen Zeit auch eine Mittelformatkamera nicht an der Videoaufzeichnung vorbei.  So sind jetzt  Aufnahme von hochauflösenden Bewegtbildern im 4K/30p-Format (10 Bit 4:2:2 extern und 10 Bit 4:2:0 intern) möglich. Im Standardformat 17:9 verwendet die Kamera dabei einen 43,8 × 23,19 mm (49,56 mm diagonal) großen Sensorausschnitt.

Die GFX100 verarbeitet die vom Bildsensor gelieferten hochauflösenden Daten auf Basis einer Überabtastung (Oversampling) und rendert die Bilder mit einer Auflösung von circa 50,5 Megapixeln. Dabei unterstützt die Kamera den H.265/HEVC-Codec sowie die Standards „F-Log“ für eine Gammakurve mit großem Dynamikumfang und „Hybrid Log Gamma (HLG)“ zum einfachen Erstellen von HDR-Aufnahmen.

Wie schon die GFX 50S, so hat die GFX100 einen abnehmbaren elektronischen Sucher, der sich in Kombination mit dem optionalen Winkel-Adapter EVF-TL1 nach oben schwenken lässt. Der neue Sucher der GFX100 verfügt dabei über ein hochauflösendes OLED-Display mit 5,76 Millionen Bildpunkten und wurde speziell für den 102-Megapixel-Sensor entwickelt. Der Sucher besitzt fünf optische Elemente, darunter eine asphärische Linse, die für eine 0,86-fache Vergrößerung des Sucherbildes sorgen.

Das Spritzwasser- und staubgeschütztes Magnesiumgehäuse weist noch eine weitere Besonderheit auf. Um dem Sensor auch von außen gegen auch noch so kleine Erschütterungen zu schützen, wurden Bajonett, Bildstabilisator und Bildsensor soweit wie möglich vom Kameragehäuse entkoppelt.

Die FUJIFILM GFX100 soll ab Ende Juni 2019 für 10.999,- Euro (Body) erhältlich sein.

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