Digitale Kameras arbeiten anders als die herkömmlichen 35mm -Kleinbildkameras. Bei ihnen lässt sich eher eine Verwandtschaft zu den Scannern feststellen. Die meisten digitalen Kameras verwenden einen lichtempfindlichen Chip, der auch als CCD (Charge-Coupled Device) bezeichnet wird. Dieser wandelt das auftreffende Licht  der verschiedenen Lichtintensitäten in numerische Signale um. Das auftreffende Licht wird durch die Vorschaltung von RGB-Filtern in die Werte der verschiedenen Grundfarben aufgeteilt und separat ausgewertet. Wenn dann die für die Grundfarben ermittelten Werte von den Programmen kombiniert werden, dann kann die spezifische Farbe jedes einzelnen Bildsegmentes bestimmt werden. 

Wenn der CCD-Chip ein Abbild von dem fotografierten Motiv erzeugt hat, dann werden die Daten in den internen Schaltkreisen der Kamera übertragen. Hier werden die Daten in die relevanten Bildformate gewandelt, bei denen es sich meistens um die komprimierten Dateiformate wie JPEG handelt. Selbstverständlich gibt es auch Kameraoptionen, die eine unkomprimierte Speicherung erlauben. Anschließend werden die Daten in dem Speicher der Kamera abgelegt. Hier gibt es die verschiedensten Speichermedien; sie sind aber entweder intern fest eingebaut, eine Kombination aus internem Speicher und Wechselspeicher oder es sind nur Wechselspeicher. Gemeinsam haben beide Speichertypen die Eigenschaft, dass die Daten gespeichert bleiben, auch wenn keine elektrische Spannung mehr anliegt. Ihre Bilddaten bleiben also erhalten.

Der gesamte Vorgang nimmt einige Sekunden in Anspruch, weshalb digitale Kameras nach einer erfolgten Aufnahme nicht sofort eine weitere Aufnahme tätigen kann. Der Vorgang der Kompression und des Speicherns nimmt ca. 2-5 Sekunden in Anspruch. Die neuen Generation von Digitalkameras sind mittlerweile in der Lage, Aufnahmen im Abstand von unter 1 Sekunde zu tätigen. Einige Kameras der neuen Generation verfügen über die Möglichkeit mehrere Aufnahme in Folge zu tätigen. Die Funktion den Quick-Shutters erlaubt Aufnahmen in Abständen von ca. 0,2 bis 0,5 Sekunden zwischen den einzelnen Bildern (man spricht auch von Serienbildern). Diese Aufnahmen werden meistens in einem internen Speicher gepuffert, dann später komprimiert und in dem eigentlichen Bildspeicher abgelegt. Erst der Moment, wenn Ihre Bilddaten abgespeichert wurden, entspricht dem Moment des belichteten Films in Ihrer herkömmlichen analogen Kamera.