Das Prinzip des Geotaggings ist eigentlich sehr einfach, es werden dabei lediglich Ort, Zeit und Bild miteinander koordiniert. Dazu werden die geographischen Koordinaten des Aufnahmestandpunktes direkt beim Fotografieren mit einem GPS-Empfänger bestimmt. Alternativ können die Koordinaten auch später aus einer Karte agbelesen und manuell hinzugefügt werden.

Für das Geotagging benötigt mal lediglich einen GPS-Empfänger, eine Kamera und eine passende Software.

 

Wer den Erwerb eines GPS-Empfängers umgehen möchte, für den bieten Hersteller von Digitalkameras, zumindest im Bereich der Kompaktkameras, eine interessante Lösung an. Mittlerweile haben immer mehr Digitalkameras bereits jetzt schon einen GPS-Empfänger integriert, die Tendenz dabei ist steigend. Dabei speichern die Digitalkameras die Aufnahmezeit und die GPS-Daten in den EXIF-Daten der JPEG-Bilder vor Ort automatisch mit ab. Die Vorteile sind die automatische Synchronisation und das man nicht noch ein zusätzliches Gerät mitnehmen muss.

 

Es gibt drei unterschiedliche Verfahrensweisen, um Fotos mit GPS-Daten zu verknüpfen. Dieses sind die Verortung direkt bei Aufnahme,

Nachträgliche Verortung per GPS-Log und die Nachträgliche Verortung per Karte.

 

1) Verortung direkt bei Aufnahme

Der Vorteil der direkten Verortung ist die geringe Fehleranfälligkeit und der geringe Arbeitsaufwand durch den optimierten Geo-Imaging-Prozess. Die Geo-Koordionaten werden mit dem Foto, im Moment der Aufnahme, zusammen in der Bilddatei gespeichert. Für das Speichern der Koordinaten direkt beim Fotografieren sind GPS-fähige Digitalkameras notwendig. Rechts sehr deutlich zu erkennen, ist der auf der Oberseite der Kamera integrierte GPS-Empfänger.

DMC_TZ_GPS_Ausficht.jpg

Die folgende Grafik veranschaulicht den schematischen Ablauf des automatischen Geotaggings:

gps_internes modul.jpg
(c) kameranet.de

 


 

2) Nachträgliche Verortung per GPS-Log

Sollen die Koordinaten später hinzugefügt werden, ist es notwendig, GPS-Tracks während des Fotografierens aufzuzeichnen. Hierfür kann man Outdoor-GPS-Geräte mit Logfunktion der Route, GPS-PDAs mit Log-Programm oder spezielle GPS-Logger verwenden. Mittels Software lassen sich die Koordinaten aus dem Track dann über den Zeitstempel den Bildern zuordnen. Häufige Fehler ergeben sich durch einen mangelhaften Abgleich von Kamera-Uhrzeit und GPS-Zeitstempel. Deshalb sollte man vor Gebrauch die Uhrzeiten abgleichen oder (auch nachträglich) die Zeitanzeige des GPS-Gerätes oder einer Funkuhr fotografieren, um die Zeitdifferenz ausgleichen zu können.

sony_gps_cs3ka_geotagger.jpg

 Die folgende Grafik veranschaulicht den schematischen Ablauf des nachträglichen Geotaggings:

gps_externes modul.jpg
(c) kameranet.de

 


 

3) Nachträgliche Verortung per Karte
Mit diversen Programmen lässt sich auch nachträglich eine Verortung einzelner Bilder durchführen. Hierzu wird auf der Karte die gewünschte Position bestimmt und die Koordinaten zum Bild hinzugefügt.
Unterstützung dabei findet man z.B. mit dem Freewareprogramm GeoSetter (www.geosetter.de) oder Diensten wie z.B. Picasa. (www.picas.com).

  Textquelle: Wikipedia

 

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