Abbildung zeigt die Logomontage von Ricoh und PentaxIst Ricoh/Pentax jetzt das nächste Opfer der Krise im globalen Kameramarkt? So hat vor wenigen Tagen jedenfalls das japanische Wirtschaftsblatt „Nikkei Shinbun“ auf seiner Webseite berichtet. Wird der Kamerahersteller damit das nächste Opfer der immer besser werden Kameras von Smartphones und der stetig sinkenden Nachfrage nach „klassischen“ digitalen Kameras? 

Nikkei’s Bericht zufolge will Ricoh eine radikale Überprüfung seiner Produktions- und Fertigungsstrategie durchführen, die sich auf das Geschäftsfeld der Standard-Kameras konzentrieren soll. Betroffen davon wären auch Marken wie Pentax und die GR-Serie. Dabei schließt der Hersteller sogar das Zurückziehen aus dem Standard-Kamerasegment nicht aus.

Außerdem berichtet Nikkei, dass in Amerika 1.000 Angestellte entweder durch Umstrukturierungen neue Aufgaben erhalten oder entlassen werden sollen. Auch in Japan, dem Mutterland des Herstellers, plant das Unternehmen weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Reduktion von Mitarbeitern durch einen vorzeitigen Ruhestand.

In einer offiziellen Stellungnahme hingegen dementiert Ricoh den Bericht von Nikkei und erklärt, dass der besagte Artikel nicht auf einer offiziellen Ankündigung von Ricoh selber basiere. In seiner Stellungnahme erklärt Ricoh ferner, dass er sich als Hersteller weiterhin auf hochwertige Produkte wie Pentax und GR fokussieren will und dass Ricoh mit der Theta-Serie Marktführend im Bereich der VR und AR Technologie sei. Interessanterweise dementierte Ricoh mit seiner Stellungnahme den Bericht von Nikkei nur teilweise. Ein ähnliches Verhalten war bereits bei anderen Herstellern in der Vergangenheit zu beobachten gewesen, die sich dann letztendlich doch aus dem Kameramarkt zurückgezogen haben. Ob und wie sich Ricoh/Pentax jetzt am Kameramarkt zukünftig aufstellen wird, dieses wird sich in den kommenden Monaten zeigen.